Neu 05.01.2021

Weihnacht 2020

…. und trotzdem ist es Weihnachten geworden …
die Erde hält den Atem an …

der 21. Dezember als großer Übergang in was Neues liegt hinter uns …. die Qualiät des Steinbocks wechselt in die Qualität des Wassermannes ….
Planeten ordnen sich neu …. die Menscheit wird global und persönlich an ihre Grenzen gebracht …

…. und trozdem ist es Weihnachten geworden ….
die wohl größte Geschichte allerzeiten wird wieder und wieder erzählt und weckt Sehnsucht und Freude, Trauer und Wehmut in uns … vielleicht sogar Schuldgefühle …

in der großen Sehnsucht geboren DER oder DIE sein zu dürfen, DER/DIE man im innersten Herzen schon immer war oder ist ….
von der Tiefe die meiner Meinung nach nur erahnbar ist ergriffen zu werden und selber den Mut aufzubringen hinabzusteigen und zu lauschen, zu spüren was sich tief im Inneren bewegt ….

die Zartheit die vergleichbar ist mit einem neugeborenen Kind …. in einer Form von Hilflosigkeit aber doch klarer Form macht es sich bemerkbar immer und immer wieder in unserem Alltag …. zur unmöglichsten Zeit tretten oft Aufgaben in unser Leben die gefühlt kaum lösbar sind …. bis an den Rand getrieben oft unter Schmerzen und Krankheit unter panischer Angst und Verletzlichkeit wie Viele es von diesem Jahr kennen ….
… und doch ist es Weihnachten geworden …
oder vielleicht genau dann kann es Weihanchten werden … dieses Kind das in einem Stall zur Welt kommt, mitten in Stroh, Heu und Mist … nicht geplant in dieser Form – nicht genug vorbereitet für so Großes … und dennoch, es wurde geboren in den Alltag hinein …
und dann wurde es still, für einen kurzen Augenblick musste alles neu geordnet werden ….

es treten Zweifel auf, es treten Fragen auf … diese große Angst nicht genug zu haben, diese große Angst was zu Verlieren … wir stecken mitten drinnen, präsenter denn je kommt mir dieser Zustand vor …
manches ist vielleicht genau jetzt an der Zeit, neu gedacht zu werden …
ein Stall wurde zu einem Geburtsort, eine Krippe wurde zu einem Kinderbettchen, Stroh und Heu um Wärme zu geben … Ochs und Esel wurden zu Geburtszeugen …

… und es war in Ordnung ….
so oft schon habe ich es erlebt wie Situationen anders kommen und es im ersten Augenblick als Unmöglich erscheint, wann ein Kind zur Welt kommt liegt immer noch nicht in unseren Händen und so ist es auch mit unseren Sehnsüchten und Wünschen …
Dinge passieren oft zur unpassensten Zeit, Gefühle und Schmerzen machen sich oft bemerkbar wenn sie gerade nicht erwünscht sind …
und dennoch …
sie sind da, dein Gotteskind macht sich bemerkbar und es will zur Welt kommen … in so vielen verschiedenen Facetten kann das vorkommen, vielleicht ist das ein Ortswechsel oder ein neuer Job, vielleicht ist es eine uralte Sehnsucht die in dir schlummert und du jetzt bereit bist durch dieses ver – rückte Jahr in Angriff zu nehmen, dich traust etwas zu wagen, auszuprobieren, zu springen und einzustehen für das was in dir brennt …..
vielleicht ist dieser Virus wie eine Weggabelung – ein neuer Richtungsgeber … vielleicht …
Sehnsüchte und Wünsche, Träume vielleicht Illusionen werden oft lange in sich getragen … werden schwanger getragen bis sie reif sind, bis sie bereit sind auf die Welt zu kommen ….
zur rechten Zeit, am rechten Ort – und manchmal muss es viele Male geboren werden, manchmal müssen viele Schmerzen und viel Trauer durchlebt werden, dazu braucht es Mut, hinabzusteigen und hinzuschauen – acht zu geben was sich regt … wie ein Hirte mit der Wachsamkeit für all seine Schafe – denn das sind symbolisch gesehen unsere Gefühlsanteile.
Und wenn dann mitten in der Dunkelheit und Einsamkeit plötzlich dieses Gefühl aufkommt ….

du auf einmal weißt, dass ist es, genau das mache ich …. genau das, wollte ich schon immer ….

wenn du Freude und Glück verspürst – vielleicht nur für einen Augenblick, die Engel singen hörst und ganz selig wirst dabei … dann weißt du, das bin ICH … das kann ICH und das ist meine Sicherheit egal was sich im Aussen abspielt, das bin ICH mit allem was dazu gehört ….
dann vielleicht ist es Weihnachten geworden oder vielleicht ist genau das WEIHNACHTEN und wir erleben es unterm Jahr in unterschiedlichsten Formen und erkennen und beschützen unser Gottes – Kind in uns, dass einfach nur die Sehnsucht hat gesehen und wahrgenommen zu werden …
Vielleicht … es ist auf jeden Fall eine Art bzw. meine Art diese Weihnachtsgeschichte zu verstehen und jedes Jahr aufs Neue erkenne ich mich darin wieder und neue Aspekte kommen zum Vorschein oder machen sich bemerkbar und oft bin ich gefordert alle meine Schafe zu mir zu nehmen und sie willkommen zu heißen, doch ohne das „schwarze Schaf” wäre die Herde nicht vollständig – das spüre ich ganz deutlich ….
Ich wünsche es dir und mir … ich wünsche es uns und der ganzen Menschheit, dass wir in Vertrauen und Liebe – in Zuversicht und Akzeptanz in dieses neue Jahr gehen … alles hat seine Berechtigung und alles ergibt irgend einen Sinn auch wenn es vielleicht im ersten Moment nicht ersichtlich scheint, davon bin ich überzeugt …

Wie viele von euch schon gesehen haben in mir schlägt seit 7 Monaten ein zweites Herz …. ich werde im März unser zweites Kind gebären … es ist Zeit zurück zu treten und ein Nest zu bauen – deshalb werde ich in der Küche nicht mehr viel präsent sein ….

in dieser Form werde ich aber weiterhin mit euch in Kontakt bleiben ….
Gold und Segen, Weihrauch und Asche zu diesen heiligen Nächten, die wirklich was ganz Besonderes in sich tragen …. von Jahr zu Jahr wird mir das mehr und mehr bewusst …

das wünsche ich euch … Ulli

Tagesspeise

Do, 15. April

hamshuka : hummus mit rindersugo oder vegetarisch dazu kräuterjoghurt

balsamicolinsensuppe mit rosmarin

kürbiskernöl-haselnussgugglhupf