Aktuelle Neuigkeiten aus der fabelhaften Suppenwelt

Element: Holz 

Organe: Leber – Gallenblase 

LUIS … so beschreiben wir den Holztypen in unserem SOI – Magazin

 

Luis liebt es durch den Wald zu gehen, das grün der Bäume, dieser Geschmack, wenn alles neu erwacht und aus der Erde spriest. Er liebt die ersten Sonnenstrahlen die sanft seine Haut wärmen, den Wind der durch seine wilde Mähne bläst und den Geschmack eines sauren Apfels. Seine Muskeln und Sehnen sind stark und seine Augen klar. Seiner Freude und expansiven Energie verleiht er Ausdruck in dem er lautstark und ohne Vorwarnung zu schreien beginnt.

Er liebt grüne Kleider, mit Leichtigkeit nimmt er Veränderungen war und kann offen sein für neue Dinge in seinem Leben.

Mit Toleranz begegnet er sich selber und auch den Anderen.

Planen, Organisieren, Visualisieren … zukunftsorientiertes Denken und Optimismus das sind die Stärken von Luis, Vitalität und Wachstum.

Luis lässt sich nicht gerne seinen Speiseplan ändern. Er liebt deftiges Essen, isst oft zuviel und zu schnell.

Sein Temperament  und seine Ungeduld können ihn schnell zu Kopfschmerzen, Zähne knirschen und Rückenschmerzen bringen.

Wenn Luis in einen Mangelzustand kommt, dann zeigen sich seine Gelenke schwach, seine Augen  werden schlechter, chronische Müdigkeit und Erschöpfung können entstehen. Er ist leicht reizbar reagiert überempfindlich und seine Launen sind unbeständig.

Man kann eben charakteristische Merkmale und körperliche Anzeichen den jeweiligen Elementen zuordnen, doch kann man nie ausschließlich von einem Typen sprechen. Alle 5Elemente sind in uns vereint nur eben verschieden stark ausgeprägt und so finde ich es ganz spannend herauszufinden, wie man selber so tickt, welche Organe wann in Mitleidenschaft gezogen werden um vielleicht für sich selber die eine oder andere Parallele zu ziehen.

Auch wenn es bei uns gerade noch zwischen Winter und Frühling hin und her pendelt, können wir an vielen Wegen und Waldlichtungen erkennen – der Frühling kommt näher und näher …. noch zart und fein doch deutlich spürbar und vor allem riechbar …. und die Tage sind schon deutlich länger geworden :)))

Es gibt bereits jungen Spinat, Portulak, Asia – Salat und Vogerlsalat, kombiniert sie mit euren warmen Speisen. Wir toppen momentan unsere Eintöpfe damit. Der bittere Anteil dieser grünen Blätter unterstützt die Organe des Frühlings, Leber und Gallenblase.

 

… ihr Lieben …

Beim Streben nach Wissen wird täglich etwas hinzugefügt.
Bei der Einübung ins TAO wird täglich etwas fallen gelassen. Immer weniger musst du die Dinge erzwingen, bist du schließlich beim nicht Handeln anlangst.
Wenn nichts getan wird, bleibt nichts ungetan … wahre Meisterschaft kann man erreichen, wenn man den Dingen ihren Lauf lässt – und sie gar nicht dabei stört!

In diesem Sinne wünsche wir euch von Herzen ein wunderbares Weihnachtsfest … rauchende Rauhnächte …. ein gutes Sein zwischen den Jahren und einen leichten Übergang ins neue Jahr, in denen die Dinge ihren Lauf nehmen dürfen ….

Danke an Euch Alle …. ihr macht mit uns gemeinsam die Elfenküche zu dem, was sie ist ….

Von Herzen Ulli und Clemens mit Milena, Luis, Gönül, Katja und d`Mama <3<3 <3

 
 
 
 

winter – sonn – wende … der dunkelste tag des ganzen jahres, wo die sonne nur die kraft für 8stunden licht hat. ein ganz entscheidender abschnitt, die tage werden länger – das licht wird neu geboren – die rauhnächte stehen vor der tür und der übergang in einen neuen abschnitt beginnt.
zündet feuer an – setzt euch mit freunden zusammen – singt – lest geschichten – musiziert und räuchert ….
unser körper reagiert meist mit müdigkeit und rückzug …. gebt ihm nach, nehmt euch zeit für stille und innehalten – für reflektion und achtsamkeit
die erde beginnt nun wieder einzuatmen ….. wir gehen der hellen jahreszeit entgegen …. genießt diese zeit – sie ist wunderbar …

Franz ist Philosoph, wäre aber genauso gerne Gärtner geworden. Seit er in Pension ist kann er seine beiden Leidenschaften vereinen. 
Er liebt es auf der sonnigen Bank vor dem Haus zu sitzen und in die Tiefen seines Seins einzutauchen. Währenddessen beobachtete er oft unbewusst seinen wunderschönen Rosengarten, in dem die Bienen so fleißig arbeiten. Ab und zu besucht Franz die Opfergaben im buddhistischen Kloster, das auf einem kleinen Hügel in seinem Heimatdorf steht und lauscht dort den Gesängen der Mönche.

In der Ruhe liegt die Kraft – Franz hat keine Angst vor der Stille. Franz Ohren sind groß und sein Gesicht erzählt die Geschichte eines langen Lebens. Franz ist noch heute sehr mutig und willensstark – Herausforderungen, die ihm das Leben stellt, nimmt er tapfer an. So auch den Tod seiner lieben Frau Rosa, der er übers Leben hinaus die Treue hält.

Unterstützt wird er dabei von seinem großen Gottvertrauen und seinem starken Urvertrauen in das Leben und sich selbst. Franz war immer schon sehr ehrgeizig und ist sich dessen bewusst, dass er eine Neigung zur Zwanghaftigkeit hat. Er mag es eben, wenn Sachen geregelt und vorhersehbar sind.

Ja, so könnte man einen „Wasser – Typ“ beschreiben. Doch wir wissen, dass wir von jedem Element Teile in uns tragen, von dem Einen mehr von dem Anderen etwas weniger. Und wir merken auch immer wieder, dass wir unterschiedlich intensiv für unsere Elemente sorgen müssen.

Die Nieren spielen in der TCM eine ganz große Rolle. Nieren bedeutet Leben.
Unsere Lebensenergie wird in den Nieren gespeichert, und deshalb ist es so wichtig, dass wir sie gut schützen vor inneren und äußeren Einflüssen.
Warme Füße, warme Hüften, genug Schlaf, ruhige Zeiten in denen die Seele baumeln kann und natürlich gutes Essen.

Im Winter braucht es heiße und warme Nahrungsmittel in yinisierenden, also Säfte aufbauenden Zubereitungsarten. Das sind lange gekochte Eintöpfe, Kraftsuppen, Aufläufe, die Verwendung von Pilzen, Nüssen, Bohnen und Linsen. Die idealen Nahrungsmitteln zum Aufbau der Nierenenergie: Alles was schwarz ist: schwarze Bohnen und Linsen, schwarzer Sesam, schwarzer Reis, Algen oder getrocknete Tomaten in einer wärmenden Soße.
Aber das wesentlich in dieser kalten Zeit sind lang gekochte Kraftbrühen aus Huhn oder Rind. In kleinen Mengen auch Lamm und Schaf, Ziege, frischer Lauch und Ingwer und natürlich alle heißen Gewürze.

Wir befinden uns alle gerade in einer Zeit, in der Zeit ein großes Thema spielt. Zeit haben, sich Zeit nehmen für die Wesentlichen Dinge … 
Gestern Abend wurden wir auf so schöne Art und Weise rausgeholt aus unserem Alltag.
Wir saßen in einem kleinen Kaffeehaus und tranken ein Glas Rotwein und als wir bezahlen wollten war der Wein schon bezahlt.
Am Nebentisch saßen zwei Freunde von uns, die aber schon gegangen waren – sie haben uns eingeladen. Täglich Jemandem im Advent eine Freude machen, dass war ihre Antwort auf unser Danke. 

Immer mehr sind es die kleinen Dinge, die Freude machen. Diese überraschenden zwischenmenschlichen Gesten, die wir im Alltag oft vergessen und uns oft nicht als so wichtig erscheinen. Mittlerweile bin ich der Meinung es zählt zu den Wichtigsten Dingen in unserem üppigen Leben.
 

Guten Morgen ihr Alle,

schon seit Wochen werden wir mit Wärme, knisternden Waldwegen, goldenen Wäldern und wunderschönen Sonnenuntergängen beschenkt. Fast kitschig rot – rosa sind die Stimmungen am Himmel. Der Herbst ist in seiner vollen Pracht.

Die Natur lebt uns den Wandel vor. Die Säfte ziehen sich ins Innere zurück, in die Wurzeln, so dass die Blätter vertrocknen, alles Unnötige wird fallen gelassen, es geht um Reduktion, es geht darum sich vorzubereiten auf die kälteste und dunkelste Zeit im Jahr. Genau wie die Bäume die Blätter fallen lassen spüren auch wir, das sich was verändert. Die Säfte kehren zu ihrem Ursprung zurück.

Vertrauen in das Potential des Raumes, unserem Zuhause, das bildet die Basis – das Vertrauen zu haben jetzt loszulassen in vollem Vertrauen, daß im Frühling wieder neue Triebe sprießen werden. Das ist eine Qualität des Herbstes, dem Metall – Element. 

Die Organe Lunge und Dickdarm werden dem Metall – Element zugeordnet sowie der scharfe Geschmack und der bioklimatische Faktor, Trockenheit. Die Lunge kontrolliert unsere Hautfunktion, das Öffnen und Schließen der Poren sowie die Schweißabsonderungen, den Feuchtigkeitsgehalt und die Elastizität der Haut. Eine wichtige Aufgabe der Lunge liegt in der Bereitstellung der Abwehrenergie des Körpers. Eine gute Lungen – Energie schützt uns also vor äußeren Einflüssen, Unfällen und Konflikten, das ist in der traditionellen chinesischen Medizin ganz selbstverständlich.

Der Dickdarm hat die Aufgabe, den Körper zu entgiften. Die Chinesen sagen: „was der Dickdarm nicht ausscheidet, muss über die Haut ausgeschieden werden“. Hautunreinheiten haben oft ihren Ursprung im Dickdarm.

Langes Kochen, Backen im Ofen schmoren, das sind die Zubereitungen die wir wieder mehr bevorzugen sollten. Eintöpfe mit Wurzelgemüse oder Aufläufe mit Äpfeln und Grieß, Beeren als Mus oder Kompott gegessen, rotes Fleisch in Kombination mit Nüssen und Samen. Dazu passen sehr gut die heimischen Blattsalate mit Kürbiskernöl mariniert. Orientiert euch nach dem saisonalen und regionalen Angebot – da liegt ihr immer richtig.

 

Und nun sind wir angekommen in einem ganz wunderbaren Element, der Erde, die Organe Magen und Milz haben jetzt Priorität und müssen gestärkt werden für die bevorstehend kalte und dunkle Zeit. 

Mutter – Erde – Spätsommer – Magen und Milz – süßlicher Geschmack – Vollendung und Ernte – Wachstum und Nahrung

In der chinesischen Medizin spricht man von einer fünfte Jahreszeit – dem Spätsommer. Die Zeit der Ernte, die Zeit in der die Organe Magen und Milz gestärkt werden, sowohl physiologisch als auch psychologisch. 

Die symbolische Bedeutung der Erde ist in allen Kulturen ähnlich. Sie bietet Schutz und Nahrung, sie schenkt Leben wie eine gute Mutter. Die Erde ist das Symbol für Materie schlechthin. Hunger und Sehnsucht nach Geborgenheit sind ihre wichtigsten Kennzeichen. Ausgeglichenheit, Gleichgewicht, Gelassenheit und innere Stabilität, alles Qualitäten, die ein gesundes Erd-Element verleiht, hängen davon ab, ob wir als Menschen wie Maulwürfe leben (blind unter der Erde) oder zwischen Himmel und Erde, mit festem Kontakt zum Boden und einem raumerfassenden Bewusstsein. Die Erde nährt unseren Körper, aber wir sind zweifellos mehr als nur körperliche Wesen.

Und genau das ist auch einer der wichtigsten Gründe, warum wir selber jeden einzelnen Tag mit verantwortlich sind was aus unserer Erde wird, was wir für sie und letztendlich für uns selber machen.

Der süße Geschmack tut dem Erd-Element gut, wenn auch nur in Maßen. Unter übermäßigem Genuss von raffiniertem Zucker leidet die Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Essstörungen, einschließlich Bulimie und Anorexia (Magersucht), sind typisch weibliche Methoden, seelisches Leid über die Nahrungsaufnahme beziehungsweise die Nahrungsverweigerung zu kompensieren. Das Element Erde steht in direkter Verbindung zum Zentrum unserer Persönlichkeit, zu unserem Ich-Bewußtsein. Je stabiler und gefestigter unser Ich-Bewußtsein ist, desto mehr fühlen wir uns in uns selbst geborgen.

Der Zustand unseres Bindegewebes gibt uns Information über das Erd-Element in uns. 

Singen ist das Ausdrucksmittel der Erde und stärkt unser Erd-Element beträchtlich. Singt also, auch wenn ihr glaubt, nicht musikalisch zu sein.

Um unsere Erde in uns wirklich zu pflegen, müssen wir uns mit dem Thema Ernährung befassen. Daher ist es wichtig, dass wir uns selber gut beobachten, dass wir wieder spüren, was uns gut tut. Das wir uns kennen und wissen, wann wir was brauchen. Es gibt nicht die eine optimale Ernährungsweise, das hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Doch generell kann man sagen, und das ist auch einer der Hauptgründe warum ich eine Suppenküche eröffnet habe :), dass suppig und saftig die Mitte stärkt und gut für unseren Körper ist. 

Die Prioritätszeit des Magens ist zwischen 7:00 und 9:00Uhr morgens die Zeit zwischen 9:00 und 11:00 die der Milz. Frühstücken ist deshalb so wichtig, da der Magen viel Energie für die Aufnahme und Aufbereitung der Nahrung hat.

Und zum Schluss, geht hinaus in die Natur, verbindet euch mit den Elementen, Gartenarbeit ist eine wunderbare Beschäftigung, um das Element Erde in uns zu stärken.

…. und lacht … lacht, lacht mit anderen gemeinsam mit euch alleine und manchmal auch über euch selber ….. 

 

seit einer Woche hat nach dem chinesischen Kalender der Sommer begonnen, wir durften bisher leider immer nur kurz reinschmecken, aber das Wochenende verspricht Sonnenschein.

In der chinesischen Medizin wird der Sommer dem Element Feuer zugeordnet, den Organen Herz und Dünndarm. Der therapeutische Geschmack ist bitter, die Farbe ist rot.

Wenn ich dem Sommer einen Namen geben müsste dann wäre das SOPHIE …. wenn ich Ihren Charakter beschreiben müsste dann würde sich das so anhören.

Sophie, die nun doch nicht Anwältin sonder Yogalehrerin sein möchte und mit dem Magister – Titel in der Tasche jetzt erst mal auf Weltreise geht um ihr brennendes Herz nach Veränderung und Wechsel zu löschen. Kichernd und Lachend ist sie begeistert von neuen Ideen und neuen Gerichten, sie liebt es zu experimentieren und mag es verführt zu werden. Ihre Lieblingsschuhe sind rot und ihre Wohnung farbig und prachtvoll.

Sie liebt den Kontakt zu Menschen, Kommunikation und Eins sein mit der Welt. Tanzend bewegt sie sich durch die Menschen, muss dabei aber immer wieder aufpassen, dass sie nicht zu schnell verschmilzt mit Allem und Jenem. 

Herzklopfen, häufiges Schwitzen, Schmerzen im Brustraum, feuchte Hände können eine von mehreren Symptomen sein, die darauf hinweisen, dass die Balance nicht mehr vorhanden ist. Schwache Willenskraft und Überempfindlichkeit und Ruhelosigkeit irritieren die liebenswerte Sophie und verhindern, dass ihre Herzlichkeit und ihr Mut, ihre Vitalität und ihre geistige Spannkraft zum vollständigen Ausdruck kommen.

.. eine alte Tradition weitertragen … 

Die Tradition der Gründonnerstagssuppe beruht auf dem Glauben, dadurch die Kraft des Frühlings und seine Heilwirkung aufzunehmen, als Start in ein gesundes Jahr. Tatsächlich hat die Kräutersuppe mit ihren gesunden Zutaten eine vitalisierende und entschlackende Wirkung. 
Drei mal drei Pflanzen kommen traditionell in die Gründonnerstagssuppe. Diese Formel stammt noch von den Kelten. Drei war eine magische und heilige Zahl – bei den Christen ist es die Zahl der Heiligen Dreifaltigkeit.

Die verwendeten neun Kräuter variieren je nach Region, und richten sich natürlich auch danach, wie früh oder spät Ostern ist, wie das Wetter war und wie weit das Wachstum in der Natur schon fortgeschritten ist. Wichtig ist es, die neun Kräuter erst zu hacken, kurz bevor sie in den Topf kommen, um möglichst viele Inhaltsstoffe zu erhalten. Außerdem sollten sie möglichst in freier Natur gesammelt werden.

Mögliche Kräuter für die Gründonnerstagssuppe sind:
Als Grundlage Giersch, Brennessel, Schafgarbe, Brunnenkresse, Wiesenbärenklau, Vogelmiere oder Löwenzahn.
Dazu passen Bärlauch, Kerbel, Dill, Petersilie, Schnittlauch, Bibernelle, Wiesenlabkraut, Sauerampfer, Sauerklee, Tripmadam, Gänseblümchen, Knoblauchrauke, Rauke, Liebstöckel, Wegwarte, Gundermann, Thymian oder Salbei.
Als Faustregel nimmt man eine Handvoll pro Kraut; sehr würzige Kräuter wie Liebstöckel, Thymian oder Salbei kann man auch etwas maßvoller dosieren.

Guten Morgen ihr Alle,

der Frühling symbolisiert uns Kraft und Energie, mit Elan schiessen die Blumen und Kräuter aus dem Boden, das frische, helle grün erfrischt unsere Augen. Vom Lebensalter her wird dem Frühling die Kindheit zugeordnet, die wilde, energiegeballte Energie die uns Kinder oft zeigen. Der schnelle Wechsel zwischen Freude und Trauer, der schnelle Wechsel zwischen warmen Sonnenstrahlen und eisigem Schneeregen. Der Wind spielt eine entscheidende Rolle, er fegt über die Wiesen und bläst alles weg, was so über den Winter hindurch liegen geblieben ist. Und genau das ist auch das Bild in uns – der Frühling räumt auf, was sich über den Winter hindurch angesammelt hat.

Die Organe Leber und Gallenblase werden dem Frühling zugeordnet. Die Leber ist zuständig für den freien Fluss des Qi, sie speichert Blut und ist der General des Körpers. Die Leber liebt Freiraum und viel Zeit. Zeitdruck, volle Terminkalender und Stress sind das schlimmste was wir ihr antun können. Wut und Zorn sind ihre Emotionen.

Im Lebermeridian ist nach chinesischem Verständnis alles gespeichert was je erlebt worden ist. In der Leber sitzen unsere Visionen, unsere Lebensträume und unsere Kreativität. Auf langen Spaziergängen im Wald kann die Leber am Besten entspannen und findet so zurück zu ihren ureigenen Träumen und Lebensaufgaben. 

Hupende, wild gewordene Autofahrer, oder Menstruationsbeschwerden mit Krämpfen, das sind ganz typische Anzeichen einer gestauten Leber – Energie.

Die Gallenblase ist der Beamte in unserem Körper, sie ist dafür da, Entscheidungen zu treffen. Und so schließt sich der Kreis wieder, die Leber – Energie plant und hat Visionen und die Gallenblasen – Energie setzt das Ganze um. Somit kann Jeder für sich selber erkennen, welches Organ mehr gestärkt werden sollte. Es gibt Menschen, die haben unglaublich gute Ideen aber es kommt nie zur Umsetzung. 

Die Gallenblase steht in enger Verbindung mit dem Herz, sie unterstützt das Herz in seiner eigentlichen Position des (Nicht) tun`s. Auch der Dünndarm wird von der Gallenblase in seiner Aufgabe unterstützt, das Klare vom Trüben zu trennen, und sie ist verantwortlich dafür, mutig zu sein, Pläne zu verwirklichen, Konfliktbereitschaft, Durchsetzungskraft und Entscheidungsfreude zu leben.

Eine schwache und gestaute Gallenblase kann gar nichts vermitteln, und die heute täglich anfallenden Entscheidungen und vollen Terminkalender schwächen unsere Gallenblase und unsere Leber und vordern sie.

Ernährungsmässig geht es darum, Leber und Gallenblase zu unterstützen, das Leberblut zu stärken und den freien Qi-Fluß beweglich zu halten. 

Alle grünen Blattsalate in Kombination mit warmen Speisen, Spinat, Portulak, Asiasalat, Ruccola, Löwenzahn, Brennnessel, Gänseblümchen, Kompotte, frische Sprossen.

Lang gekochte Hühnerkraftsuppen mindestens 1xwöchentlich gegessen, rote Bete, Stangensellerie und Umeboshi (bekommt ihr im Bioladen), wir verwenden es in der Küche in flüssiger Form – Umesu.

Tee aus Rosenblüten, Passionsblüten, Melisse, Chrysanthemenblüten. Warmes Frühstück, frische Leber (biologisch), Artischocken. 

Die besten Küchenfette für die Gallenblase sind Kokosfett und Butterschmalz, Butterschmalz wird von meiner Mama selber eingekocht aus frischer Butter von der Sennerei und Kokosfett verwenden wir in Bioqualität. 

„Die Fastenzeiten sind Teil meines Wesens. Ich kann auf sie ebensowenig verzichten wie auf meine Augen. Was die Augen für die äußere Welt sind, das ist das Fasten für die innere“  Mahatma Ghandi

„Jeder kann zaubern, jeder kann seine Ziele erreichen, wenn er denken kann, wenn er warten kann, wenn er fasten kann“ Hermann Hesse „Siddharta“

„Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer“ Antoine de Saint-Exupéry

„Zuerst wird nur der Mangel gefühlt; 
dann verschwindet das Verlangen nach Nahrung… 
Zugleich geht beim Fasten etwas Innerliches vor sich. 
Der Körper wird gleichsam aufgelockert. 
Der Geist wird freier. 
Alles löst sich, wird leichter, Last und Hemmung der Schwere werden weniger empfunden. 
Die Grenzen der Wirklichkeit kommen in Bewegung; der Raum des Möglichen wird weiter… 
Der Geist wird fühliger. Das Gewissen wird hellsichtiger, feiner und mächtiger. 
Das Gefühl für geistige Entscheidungen wächst“ Romano Guardini (1943)

Ab Mittwoch ist es wieder soweit, die Fastenzeit beginnt – 40Tage in denen wir uns Zeit nehmen können auf ganz verschiedene Art und Weise zu verzichten. Ihr könnt mal über einen gewissen Zeitraum nur Gekochtes essen, es empfehlen sich Suppenkuren oder Getreidekuren für 3, 6 oder 9 Tage. Wichtig dabei ist es auf Zucker, Alkohol, Koffein und tierische Produkte zu verzichten. Abgekochtes, warmes Wasser über den Tag verteilt trinken. Massagen und Salz – Bäder helfen beim Entschlacken.

Ebenso wichtig wie die gekochte Nahrung ist es beim Fasten, dass ihr in einen guten Kontakt mit euch selber kommt, spürt und lauscht was euer Körper euch für Impulse gibt und dementsprechend handelt ihr. Es kann sein, dass der Zeitpunkt, den ihr euch ausdenkt nicht geeignet ist oder die Kur zu radikal, oder aber, dass ihr das Gefühl habt, gleich mit dem Aschermittwoch starten zu wollen.

Seit euch bewusst, Fasten bedeutet auszusteigen aus dem Rad des Alltags, Innezuhalten und Ruhe zu geben. Nicht joggen sondern spazieren, in Ruhe eine schöne Zeitung durchblättern, mit Genuss ein Mittagsschläfchen machen. Der Körper braucht Zeit um rauszuputzen, um Platz zu schaffen für Neues.

Wie ihr aus diesen Sprüchen lesen könnt, passiert beim Fasten noch viel mehr wie körperliche Entschlackung. Unser Geist wird ruhiger, unsere Gedanken kommen zur Ruhe – und oft passiert Unmögliches, und es verändern sich Situationen die uns schon lange hinterherlaufen und dieses Gefühl von Leichtigkeit und Freiheit kriecht in uns hinein aber ganz bestimmt nur, wenn wir uns Zeit geben und nicht von Anfang an.

Doch bis dahin wünsch ich uns noch zwei verrückte und wilde Fasnacht`s Tage. 

Wir haben spezielle Fasten – Suppen gekocht, für Alle, die nicht selber kochen können, wollen, oder lieber die Zeit für sich selber nutzen. 

Und falls ihr noch Fragen habt, könnt ihr mir gerne schreiben.